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Logopäden

Was ist Aphasie? Bedeutung, Ursachen und Anzeichen

11. Oktober 20266 Min. Lesezeit
Zwei Menschen im Gespräch am Tisch, eine Person sucht nach einem Wort.

Wer fragt „was ist Aphasie“, will meist zuerst eines wissen: Was ist das genau? Vielleicht hatte ein Angehöriger gerade einen Schlaganfall und spricht anders. Vielleicht stand das Wort in einem Arztbrief. Dieser Artikel erklärt in einfacher Sprache, was Aphasie ist, wie sie sich zeigen kann und wer hilft.

Dieser Artikel ist keine Diagnose und kein Behandlungsplan. LogiLand ist Übungssoftware für Wiederholung zwischen Terminen. Es ist keine Logopädie und kein Patientendossier.

Was bedeutet Aphasie?

Aphasie ist eine Sprachstörung, die durch eine Schädigung des Gehirns entsteht. Das Wort stammt aus dem Griechischen und heißt etwa „ohne Sprache“. Das klingt härter, als es in der Praxis oft ist. Viele Menschen mit Aphasie können noch sprechen, aber es läuft anders als früher.

Sprache ist mehr als Sprechen. Aphasie kann folgende Bereiche betreffen:

  • Wörter finden und aussprechen
  • Sätze bilden
  • Verstehen, was andere sagen
  • Lesen
  • Schreiben

Welcher Teil am stärksten betroffen ist, unterscheidet sich von Person zu Person. Die eine Person versteht alles und sucht nach jedem Wort. Eine andere spricht flüssig, aber die Sätze passen nicht ganz zusammen. Bei wieder anderen sind Verstehen und Sprechen eingeschränkt.

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Was Aphasie nicht ist

Aphasie sagt nichts über Intelligenz aus. Menschen mit Aphasie wissen oft genau, was sie sagen wollen. Der Gedanke ist da, der Weg zum Wort ist blockiert. Das kann sehr frustrierend sein.

Aphasie unterscheidet sich auch von undeutlicher Aussprache. Bei Dysarthrie arbeiten die Muskeln fürs Sprechen schlechter, deshalb sind Wörter schwer zu verstehen. Bei Aphasie liegt das Problem in der Sprache selbst. Beides kann nach einem Schlaganfall auftreten, manchmal gleichzeitig. Zu undeutlicher Sprache lesen Sie Dysarthrie Übungen zu Hause.

Auch Stottern und Stimmprobleme sind andere Themen. Was bei einer Person vorliegt, klärt eine Logopädin, ein Logopäde oder ein Arzt.

Ursachen von Aphasie

Aphasie entsteht durch Hirnschäden, meist in der linken Hirnhälfte, wo bei den meisten Menschen die Sprachareale liegen. Die bekannteste Ursache ist ein Schlaganfall (verstopftes Gefäß oder Hirnblutung). Weitere Ursachen sind:

  • eine Hirnverletzung nach einem Unfall
  • ein Hirntumor
  • eine Entzündung oder Infektion im Gehirn
  • eine Hirnerkrankung, die langsam fortschreitet

Nach einem Schlaganfall beginnt Aphasie meist plötzlich. Bei manchen Hirnerkrankungen schleicht sie sich über Monate oder Jahre ein.

Wie sich Aphasie zeigen kann

Aphasie sieht bei jedem anders aus. Sie können Folgendes bemerken:

  • Jemand sucht oft nach einem Wort oder sagt ein anderes als gemeint („Tisch“ statt „Stuhl“).
  • Sätze sind kurz oder brechen ab, mit wenigen kleinen Wörtern.
  • Jemand spricht flüssig, aber der Satz ist schwer zu folgen.
  • Lange Sätze oder schnelles Sprechen werden schlechter verstanden.
  • Lesen und Schreiben fallen schwerer als früher.
  • Gesten, Zeichnen oder Zeigen helfen oft weiter.

Müdigkeit, Lärm und Stress machen es meist schlimmer. An einem ruhigen Morgen klappt es manchmal besser als am Ende eines langen Tages.

Plötzlich anders sprechen: Notruf 112

Bemerken Sie, dass jemand plötzlich schwer spricht, Sie nicht mehr gut versteht, ein hängendes Gesicht hat oder einen Arm nicht heben kann? Rufen Sie sofort die 112 an. Das können Zeichen eines Schlaganfalls sein. Jede Minute zählt, und das wartet nicht auf einen Termin in der Logopädie.

Auch wenn die Zeichen nach kurzer Zeit wieder verschwinden, lassen Sie sie abklären. Ein kurzer Anfall kann eine Warnung sein.

Wer hilft bei Aphasie?

Nach dem akuten Krankenhausaufenthalt arbeitet ein Mensch mit Aphasie oft mit einer Logopädin oder einem Logopäden zusammen, manchmal in einer Rehaklinik oder Pflegeeinrichtung. Die Fachperson prüft, welche Teile der Sprache betroffen sind, und setzt gemeinsam mit der Person Ziele. Auch Hausarztpraxis, Neurologie und Angehörige spielen eine Rolle.

Die Erholung verläuft bei jedem anders. Manche erholen sich weitgehend, andere lernen, mit bleibenden Einschränkungen zu leben. Was für Sie oder einen Angehörigen realistisch ist, kann nur das Behandlungsteam einschätzen. Dieser Artikel macht dazu keine Versprechen.

Was können Angehörige tun?

Sie müssen keine Therapeutin sein, um ein Gespräch leichter zu machen. Ein paar einfache Dinge helfen oft:

  • Sprechen Sie ruhig und stellen Sie eine Frage nach der anderen.
  • Geben Sie Zeit zum Antworten und beenden Sie Sätze nicht zu schnell.
  • Sprechen Sie mit einem Menschen mit Aphasie wie mit einem Erwachsenen, auch wenn die Antwort langsam kommt.
  • Nutzen Sie Gesten, Stift und Papier oder ein Foto, wenn ein Wort hängt.
  • Prüfen Sie, ob Sie richtig verstanden haben: „Meinen Sie, dass Sie morgen zum Arzt wollen?“
  • Suchen Sie einen ruhigen Ort, ohne Fernseher und viel Hintergrundlärm.

Fragen Sie die Logopädie, welche Tipps zu Ihrem Angehörigen passen. Was bei einem hilft, hilft bei einem anderen nicht.

Und üben?

Wollen Sie wissen, was zwischen den Sitzungen zu Hause möglich ist und was Sie besser der Therapie überlassen, lesen Sie Aphasie Übungen zu Hause. Dort steht auch, wann Sie besser stoppen und Rücksprache halten. Dieser Artikel wiederholt diese Aufgaben bewusst nicht.

Wo LogiLand passt

LogiLand ist Übungssoftware. Die Übungen wiederholen Sprachlaute in Wörtern und Sätzen. Das ist Aussprachetraining, keine Sprachtherapie. Aphasie braucht oft einen anderen Ansatz, zum Beispiel für Wortfindung oder Verstehen, und das entscheidet die Logopädie.

LogiLand stellt keine Diagnose, gibt keine Behandlungsempfehlung und speichert keine Patientendaten. Es kann helfen, vereinbarte Wiederholung in kurze Einheiten zu teilen, wenn die Logopädie das sinnvoll findet.

Kurz zusammengefasst

Aphasie ist eine Sprachstörung nach Hirnschädigung. Sie betrifft Sprechen, Verstehen, Lesen oder Schreiben unterschiedlich stark und lässt das Denken oft unberührt. Es gibt mehrere Ursachen, der Schlaganfall ist die bekannteste. Plötzliche Sprachprobleme sind ein Notfall. Für Diagnose und Behandlung wenden Sie sich an Ärztin oder Arzt und an die Logopädie.


Wichtiger Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel dienen der Bildung und ersetzen keine individuelle medizinische oder logopädische Beratung. Bei plötzlichem Sprachverlust rufen Sie sofort den Notruf an. LogiLand ist Übungssoftware, keine Logopädie und kein Patientendossier. Mehr zum Üben zwischen den Sitzungen: Aphasie Übungen zu Hause.

Besser üben mit Klienten?

LogiLand entwickelt eine spielerische App, die Logopädie-Übungen spielerischer macht. Du weist sie zu, das Kind übt zu Hause, du siehst den Fortschritt.

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